Der erdverbundene Schlaf
Bestimmt haben Sie schon einmal davon gehört: Auf dem Boden schlafen soll gesund sein. Dennoch boomt in unseren Schlafzimmern das Hochbett. Und in den Kinderzimmern ist das Stockbett häufig die Lösung für Platzprobleme. Am Boden oder hoch oben, in welcher Höhe soll man eigentlich schlafen? In den Schlafberatungen ist die Schlafhöhe nur ein Thema, wenn es um das Alter geht. Weitere Argumente für die Schlafhöhe sind kaum zu finden. Das ist interessant, da gerade beim Thema Schlafen kein Aspekt unbesprochen bleibt. In diesem Blog habe ich versucht, weitere Argumente für bestimmte Schlafhöhen zu finden. Eines davon ist mehr als überzeugend.
Die Schlafhöhe beschreibt den Abstand von der Bodenfläche bis zur Liegefläche eines Bettes. Die ideale Schlafhöhe hängt von individuellen Bedürfnissen ab, etwa vom Alter, der Körpergröße, gesundheitlichen Voraussetzungen und dem persönlichen Komfortempfinden. Eine angenehme Schlafhöhe ist wichtig für bequemes Ein- und Aussteigen, ergonomisches Sitzen auf der Bettkante, eine gute Belüftung der Matratze von unten und die Raumwirkung im Schlafzimmer.
Ein Bett für jede Schlafhöhe
Niedrige Betten
Formen: Bodenbett, Montessori-Bett, Futonbett, Tatami-Matte mit einer Schlafhöhe von 20 bis 35 cm
Vorteile: gute Erdung, gute Raumwirkung, modernes Design
Nachteile: erschwertes Hinsetzen und Aufstehen; geringe Luftzirkulation und Boden schwerer zu reinigen.
Erdung im Schlaf: Dies funktioniert, wenn man erdnahe schläft. Der Schlaf direkt am Boden auf einer bodenliegenden Matratze wäre somit das gesündeste. Das ist aber aus ergonomischen und biologischen Gründen nicht so gut. Matratzen und Matten direkt auf den Boden zu legen verhindert eine Luftzirkulation unter der Matratze und es besteht Schimmelgefahr. Es funktioniert, wenn sie morgens aufgestellt oder aufgerollt werden. Ein niedriges Bett mit einem Bodenabstand von ca. 10 bis 15 cm wäre somit die erste Wahl.
Standardbetten
Formen: Klassisches Bett mit einer Schlafhöhe von 40 bis 50 cm
Vorteile: angenehme Höhe zum Hinsetzen und Aufstehen; gerade noch geerdet, wenn Naturmaterialien verwendet werden.
Hohe Betten
Formen: Seniorenbett 50 bis 65 cm, Boxspringbett, Kasten- und Stauraumbett 55 bis 70 cm
Vorteile: leichteres Hinsetzen und Aufstehen, besonders für ältere Menschen
Nachteile: Keine Erdung mehr. Wasser übernimmt.
Wasser im Schlaf: Ab etwa 50 cm über dem Boden funktioniert die Erdung mit ihren positiven Effekte nicht mehr. Wässrige Atmosphäre übernimmt. Wasser verbindet uns mit unseren Emotionen und Gefühlen und regt den Emotionalkörper an. Das sind positive Effekte, aber nicht unbedingt im Schlaf. In dieser Zeit sollten wir absolute Ruhe haben.
Hochbetten
Formen: Stockbett, Hoch- oder Etagenbett
Vorteile: Platzersparnis im Kinderzimmer; zweite Etage bei hohen Räumen, auch mit Galerie.
Nachteile: Keine Erdung mehr. Luft übernimmt
Luft im Schlaf: Ab etwa 160 cm über dem Boden übernimmt luftige Atmosphäre die Ortsqualität. Luft verbindet uns mit unserem Mentalen und Gedanken und regt den Mentalkörper an. Auch das sind unterstützende Effekte, aber eben wieder nicht im Schlaf, wo wir absolute Ruhe haben sollten.
Erdung ist das Schlüsselwort
In der heutigen Zeit, die oft von psychischem, elektrobiologischem oder geobiologischem Stress und einem Gefühl der Entfremdung von der Natur geprägt ist, kann Erdung helfen, sich wieder zu entspannen. Dies kann durch direkten Kontakt mit der Erde geschehen: Barfußlaufen, Waldbaden, Berühren von Natur und Naturmaterialien.
Erdung bezieht sich also auf die Praxis, den Körper mit der Erde zu verbinden, um eine ausgleichende Wirkung zu erzielen. Physikalisch betrachtet geht es dabei um einen Elektronenaustausch mit der Erde, energetisch um Ausleitung von verbrauchter oder überschüssiger Lebensenergie, um eine Reduktion von Stresshormonen und ein Ausbalancieren von emotionalen und mentalen Zuständen.
Es wird angenommen, dass Erdung entzündungshemmende Eigenschaften hat. Und den Cortisolspiegel beeinflusst, der eine wichtige Rolle bei der Stressreaktion, dem Stoffwechsel und dem Immunsystem spielt. Erdung kann zu einem Gefühl von mehr Vitalität und Energie führen. Und dazu beitragen, dass man sich mehr mit seinem Körper verbunden fühlt und ein besseres Körperbewusstsein entwickelt.
Erdung baut sich auf jeder Geschoßdecke neu auf, wird aber mit jeder Etage schwächer. Eisen im Baukörper kann dies belasten und Kunststoffe wirken isolierend. Der Gang des Menschen in die Hochhäuser hat nicht nur Vorteile. Es wird empfohlen, mit Naturmaterialien, Naturtextilien, usw. und den regelmäßigen Gang in die Natur zu kompensieren.
Kinderbetten in Bodennähe
Ein Bodenbett ist – wie der Name schon sagt – ein Bett, das flächig auf dem Boden oder in niedriger Höhe steht. Manche legen einfach eine Matratze auf dem Boden. Besser ist ein niedriges Bettgestell zur Entlüftung unter der Matratze.
Diese Idee stammt aus der Montessori-Pädagogik, die darauf abzielt, Kindern mehr Unabhängigkeit und Freiheit zu bieten. Bodenbetten ermöglichen den Kleinen, selbstständig ins Bett zu gehen und aufzustehen, ohne auf die Hilfe der Eltern angewiesen zu sein. Damit werden die Probleme beim Zubettgehen leichter vermieden. Und es gibt keine hohen Kanten oder gefährliche Absturzstellen.
Hausbetten sind Bodenbetten, die mit einem Haus- oder Zeltrahmen versehen sind. Sie regen die Fantasie der Kinder an. Abgedeckt wird daraus eine Höhle, was unbewusst an die Zeit im Mutterleib erinnert und Sicherheit bietet. Für Eltern gilt: Niemals in die Höhle greifen oder reinkriechen. Das ist exterritoriales Gebiet! Ein Verstoß beeinträchtigt das Sicherheitsempfinden und damit auch das Vertrauen der Kinder.
Seniorenbett in Kniehöhe
Viele Senioren empfinden bei einem normalen Bett die Höhe als unangenehm. Für ein bequemes Sitzen auf dem Bett sollten die Ober- und Unterschenkel ungefähr einen rechten Winkel aufweisen. Bei stärkeren Einschränkungen der Bewegungsfähigkeit empfehlen sich spezielle Seniorenbetten, die über einen elektrisch verstellbaren Lattenrost verfügen. Diese Roste erleichtern nicht nur das Ein- und Aussteigen aus dem Bett, sondern auch das Aufsetzen.
Das Bettgestell ist zumeist vollständig oder teilweise aus Metall. Problematisch ist magnetisches Eisen, da es das Erdmagnetfeld im Bereich des Bettes verändert. Nichtmagnetische Metalle, wie einige Edelstahlsorten oder Aluminium, machen das nicht. Probieren Sie die Metalleigenschaften beim Kauf ganz einfach mit einem Magneten oder Kompass aus.
Wichtig, aber kaum zu finden, ist die Möglichkeit, das Bett vor dem Schlafen stromfrei zu stellen. Das sollte in Liegeposition mit einem Knopfdruck möglich sein, wie auch die Aktivierung am Morgen. Eine Möglichkeit ist die Nutzung eines geschirmten Verteilers mit Ausschalter in Reichweite. Geschirmte Produkte findet man bei https://www.biologadanell.com/
Zu guter Letzt
Trotz aller guten Ratschläge gilt: Sie sind selber das beste Messgerät für Ihre Schlafqualität. Probieren Sie verschiedene Möglichkeiten aus. Wenigstens für ein Monat, damit Sie Erstreaktionen berücksichtigen können. Wenn Sie unsicher sind, holen Sie sich Rat, bleiben Sie aber immer bei Ihrer Körperwahrnehmung.
Wenn Sie zuwenig Erdung am Schlafplatz haben, kompensieren Sie bewusst. Gehen Sie ins Grüne oder in den Wald. Damit gleichen Sie eine zu hohe Schlafhöhe aus, die aus ergonomischen Gründen vorteilhaft ist.
Über den Autor:
Mag. Wolfgang Strasser ist Lebensraumberater und -coach, Unternehmens- und Kommunalberater. Mit RAUMIMPULSE berät er Menschen bei der Gestaltung ihrer Lebensräume.
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