Schlafrichtung

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Ort, Positionierung und Ausrichtung des Bettes

Von Nord nach Süd oder von Ost nach West? In welche Richtung man schlafen soll, ist selbst unter Forschern umstritten. Mittlerweile gibt es eine Fülle an Überlegungen und Theorien, die jeweils für sich definiert haben, welche Schlafrichtung wirklich gesund ist. Wenig Berücksichtigung findet der „gute Platz“ für die Positionierung des Bettes. Dabei ist es für einen erholsamen Schlaf von großer Bedeutung, was um das Bett herum und darunter so alles abläuft. Ein dritter Fokus richtet sich auf die Örtlichkeit des Schlafraumes in der Wohnung oder im Haus. Hinten oder vorne, unten oder oben? Wir spielen in diesem Blog mal alle Varianten durch.

Häufig kommt es vor, dass man bei einer Wohnungsbesichtigung oder dem Hausbau schon eine genaue Vorstellung hat, wie das Schlafzimmer eingerichtet werden soll. An die eine Wand wird in Gedanken schon der Kleiderschrank gestellt, an die andere eine Kommode und an die nächste kommt dann das Bett.

Wenn Sie allerdings gelegentlich Probleme mit einem unruhigen Schlaf haben, sollten Sie sich einmal darüber Gedanken machen, in welche Himmelsrichtung das Bett und demnach auch Ihre Schlafposition ausgerichtet ist. Es gibt verschiedene Methoden, die Schlafrichtung zu bestimmen.

Die gute Schlafrichtung

Bett mit Nordung, Ostung oder Westung

In Europa spricht man oft von der Nordung der Schlafrichtung, d.h. mit dem Kopf nach Norden und den Füßen nach Süden. Oft höre ich auch vom Blick in den morgendlichen Sonnenaufgang, d.h. mit dem Kopf nach Westen und die Füße nach Osten.

Es gibt aber auch wissenschaftliche Studien, die den magnetischen Nordpol oder das Nordlicht ins Zentrum der Überlegungen für einen gesunden Schlaf stellen. Dort wird die These vertreten, dass Schlafen gen Norden gar nicht gut für den Organismus ist, da man selbst zur Magnetnadel wird. Das Gegenteil ist der Fall – wir sind magnetisch ausgerichtet, wie auch jedes Tier, jede Pflanze und jeder Stein.

Eine Studie des Max-Planck-Instituts besagt, dass wir besser schlafen, wenn wir von Westen nach Osten oder Osten nach Westen liegen. Wir kommen angeblich schneller in die REM-Phase.

Und man findet auch Studien, die überzeugend darlegen, dass es gesünder ist, von Süden nach Norden zu liegen.

Bett mit Richtungsenergie

Im Feng Shui spielen die acht Richtungsenergien eine Rolle. Für jedes Geschlecht und Geburtsdatum lassen sich die vier positiven und die vier negativen Richtungsenergien individuell zuordnen. Aus den vier förderlichen Richtungsenergien ergeben sich so die Gesundheits-, die Partnerschafts-, die Arbeits- und die Schlafrichtung – also ein persönlicher Kompass.

Bei der indischen Architekturlehre Vaastu geht es um die richtige Positionierung von Gebäuden und deren Gestaltung nach den Naturgesetzen der fünf Elemente. Jede Schlafrichtung hat ihre elementare Auswirkung, am Besten ist es, den Kopf im Osten zu haben, am Zweitbesten im Süden. Also konträr zu Europa.

Bett mit Topografie

Ich empfehle, die Ausrichtung nach der Topografie vorzunehmen. Kopf bergauf, Füße bergab. Das gibt Rückenschutz und Ausblick. Nachdem bei der Parzellierung von Baugrund schon lange keine Rücksicht mehr auf die Richtungen genommen wird und beispielsweise auch Nordhänge verbaut werden, ist es nur logisch, dass der Kopf nicht mehr immer nach Norden zeigen kann. Also orientieren wir uns doch nach der Natur, Kopf bergauf, Füße bergab – wie es schon unsere Ahnen jahrhundertelang praktiziert haben.

Der gute Platz

Die Position des Bettes im Schlafraum wurde schon in mehreren Blogs besprochen. Zur Wiederholung: Kopfteil an eine Wand, idealerweise an eine Innenwand, nicht vor das Fenster, nicht in den Lebens­energiefluss, nicht in die Dachschräge mit Blick hinein, nicht vor Leitungen für Heizung und Wasser.

Der gute Platz heißt aber auch, keine Wasserader und keine geologische Störung unter dem Bett zu haben und keine Kreuzungspunkte des Diagonal- und des Orthogonalgitters im Schlafplatz.

Der richtige Ort

Ein wichtiges Kapitel ist die Lage des Schlafraumes im Wohnungsgrundriss. Der Schlafraum ist kein Raum der Aktivität, sondern der Ruhe und Erholung. Damit gehört er in den gartenseitigen Teil des Hauses bzw. der Wohnung. Aktivität passiert auch im Erdgeschoss, wenn die Lebensenergie durch die Haustür in das Haus gelangt. Daher soll der Schlafraum im ruhigeren Obergeschoss liegen. Beste Lage ist also das Obergeschoss im gartenseitigen Teil des Hauses.

Zu guter Letzt

Manchmal wird sehr definitiv beraten. Ich empfehle sehr gerne, Ort, Platz und Ausrichtung einfach auszuprobieren. Testen Sie Ihren Schlafplatz für wenigstens vier Wochen, notieren Sie Ihre Erfahrungen und Körperreaktionen. Dann testen Sie den nächsten Schlafplatz. Vorausgesetzt, Baubiologie, Elektro- und Geobiologie passen in allen getesteten Fällen! Und bleiben Sie flexibel mit Steckdosen und Lampen!!

Und achten Sie darauf, dass Sie genug Schlaf haben, damit Ihre Chronobiologie nicht durcheinander gerät und ihr circadianer Rhythmus in Takt bleibt.


Über den Autor:

Mag. Wolfgang Strasser ist Lebensraumberater und -coach, Unternehmens- und Kommunalberater. Mit RAUMIMPULSE berät er Menschen bei der Gestaltung ihrer Lebensräume.

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