Wasserbett und -matratze

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Schafkomfort im Spannungsfeld von Ergonomie und Biologie

Wasserbetten sind seit Jahrzehnten eine besondere Alternative zu klassischen Matratzen. Sie bieten eine gleichmäßige Druckverteilung und ein individuell anpassbares Liegegefühl. Neben ergonomischen Vorteilen lohnt sich jedoch auch ein Blick auf bau- und elektrobiologische sowie raumenergetische und -psychologische Aspekte, denn das Schlafumfeld beeinflusst die Qualität der nächtlichen Erholung erheblich. Dieser Beitrag betrachtet Wasserbetten daher nicht nur aus technischer Sicht, sondern auch aus der Perspektive eines ganzheitlichen Wohn- und Schlafkonzeptes.

Ein Wasserbett besteht im Kern aus einer mit Wasser gefüllten Matratze, die von einem stabilen Bettsystem getragen wird. Typische Bestandteile sind:

Wassermatratze – eine flexible Matratze aus robustem Vinyl, die mit Wasser gefüllt wird; Sicherheitswanne – eine Schutzfolie, die verhindert, dass bei einem Leck Wasser austritt; Heizungssystem – hält das Wasser auf einer konstanten Temperatur von meist etwa 26–30 °C; Unterbau oder Sockel – stabilisiert das Bett und verteilt das Gewicht; Bezug und Auflage – sorgen für Hygiene und zusätzlichen Komfort.

Besonders wichtig ist die sogenannte Beruhigung der Wassermatratze. Moderne Modelle enthalten spezielle Faserschichten oder Kammern, die die Bewegung des Wassers reduzieren. Dadurch entsteht ein ruhigeres Liegegefühl, während gleichzeitig die Vorteile der Wasserlagerung erhalten bleiben.

Vorteile von Wasserbetten

Wasserbetten bieten mehrere Eigenschaften, die sie von klassischen Matratzen unterscheiden.

Optimale Druckverteilung
Da Wasser keine festen Druckpunkte bildet, passt sich die Matratze exakt an den Körper an. Schultern, Rücken und Hüften werden gleichmäßig unterstützt.

Individuelle Anpassung
Der Härtegrad ergibt sich aus der Wassermenge. Dadurch lässt sich das Bett relativ einfach an persönliche Bedürfnisse anpassen.

Temperaturkomfort
Durch die integrierte Heizung bleibt das Bett konstant warm. Gerade im Winter empfinden viele Menschen das als besonders angenehm.

Hygiene
Ein Vorteil von Wasserbetten liegt in ihrer geschlossenen Oberfläche. Im Gegensatz zu klassischen Matratzen können sich Staub und Hautpartikel weniger tief im Material ansammeln. Dadurch entstehen weniger Lebensräume für Hausstaubmilben, einfachere Reinigung und bessere Kontrolle über die Hygiene im Bett. Gerade für Menschen mit Allergien kann dies ein wichtiger Aspekt sein.

Aspekte, die beim Kauf berücksichtigt werden sollen

Trotz vieler Vorteile gibt es auch Aspekte, die man vor dem Kauf bedenken sollte.

Gewicht
Ein gefülltes Wasserbett kann mehrere hundert Kilogramm wiegen. Der Untergrund muss daher stabil sein.

Materialien
Wassermatratzen bestehen in der Regel aus PVC bzw. Vinyl. Hochwertige Hersteller achten auf schadstoffarme Materialien, phthalatfreie Weichmacher und geprüfte Produktionsstandards. Aus baubiologischer Sicht ist es sinnvoll, auf zertifizierte Produkte und hochwertige Bezüge aus Naturfasern zu achten.

Stromverbrauch
Ein mögliches Problem bei Wasserbetten ist die elektrische Heizung, die das Wasser aufheizt und während der Schlafenszeit auf einer bestimmten Temperatur hält. Damit hat man auch niederfrequente Wechselfelder im Bett. Im eingeschalteten Zustand werden oft 300 V/m und im ausgeschalteten Zustand 50 V/m gemessen.

Elektrostress
Werte ab 50 V/m gelten nach dem Standard der baubiologischen Messtechnik für Schlafbereiche als “extrem auffällig”. Abhilfe durch tagsüber wärmen, nachts Stecker ziehen. Vor dem Zubettgehen wird das Ausstecken des Netzsteckers empfohlen. Stecker raus !!! – Ausschalten allein genügt nicht! Es gibt auch feldarme und feldfreie Wasserbetten am Markt durch Abschirmen der Heizung inklusive der Zuleitungen (geschirmte Kabeln). Noch besser: ein Bett ohne Elektrifizierung.

Pflege
Das Wasser muss regelmäßig mit speziellen Pflegemitteln behandelt werden.

Feuchtigkeit
Es gibt Fälle in denen Feuchtigkeit austritt und die Auflagen unbemerkt von Schimmel befallen wurden. Das ist äußerst gesundheitsschädlich. Deshalb sollte man das regelmäßig überprüfen.

Ätherqualitäten
Der wässrige Äther besitzt die Eigenschaft, vorhandene Energien zu sammeln und zu verstärken. Befindet sich Wasser in einem Bereich mit ungünstiger Energie, verstärkt es eben diese. Der Schlafplatz bzw. die Schlafhöhe sollte im erdigen Äther sein, um wirklich regenerieren zu können.

Noch ein Gedanke
Ein vorgeheiztes Wasserbett entbindet unseren Körper von der Aufgabe, seine Schlafstätte selbst der Körpertemperatur anzupassen. Das entfernt uns wieder ein Stückchen mehr von einer natürlichen oder naturnahen Umgebung, der wir uns sowieso immer mehr entfremden. Je mehr wir uns von unserer Umwelt abkapseln, desto weniger werden wir von den natürlichen Kräften der Natur profitieren.

Für wen eignet sich ein Wasserbett?

Viele Menschen mit Rückenproblemen schätzen Wasserbetten, da die Matratze den Körper gleichmäßig stützt. Auch Personen, die leicht frieren oder einen sehr individuellen Liegekomfort suchen, profitieren häufig von dieser Schlaflösung.

Paare können zudem sogenannte Dual-Systeme wählen – zwei getrennte Wassermatratzen in einem Bett. So lässt sich die Stabilität und Temperatur für jede Person individuell einstellen.

Fazit

Wer sich für ein Wasserbett interessiert, sollte nicht nur auf Komfort und Technik achten, sondern auch auf die Materialqualität, das Strom- und Heizsystem und die Gesamtwirkung des Schlafplatzes.


Über den Autor:

Mag. Wolfgang Strasser ist Lebensraumberater und -coach, Unternehmens- und Kommunalberater. Mit RAUMIMPULSE berät er Menschen bei der Gestaltung ihrer Lebensräume.

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